Die Ecommerce Foundation hat auch 2019 wieder ihren „Ecommerce Report: Global 2019“ veröffentlicht. Demnach soll der globale Umsatz im B2C-E-Commerce 2019 mehr als 2 Billionen US-Dollar umfassen. Im Folgenden zeigen wir die wichtigsten Ergebnisse des Reports auf und legen den Fokus auf die E-Commerce-Märkte Europa, China und die USA.
Allgemeine Erkenntnisse
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für E-Commerce ist natürlich ein funktionierender Internetzugang. Hier ist Europa sehr gut aufgestellt und kann 2019 mit der höchsten Internetdurchdringungsrate überzeugen: Diese liegt bei 85 %. Auch die Internetdurchdringungsraten in Nordamerika (84 %) bzw. im Nahen Osten (78 %) sind gute Voraussetzungen. Asien/Ozeanien hingegen bildet mit „nur“ 53 % das Schlusslicht. Hier wird es in den kommenden Jahren also weiterhin viele Wachstumsmöglichkeiten geben.
Wie bereits eingangs erwähnt, soll der B2C-E-Commerce-Umsatz 2019 auf über 2 Billionen US-Dollar ansteigen. Interessant ist es natürlich zu sehen, wie sich dieser Umsatz auf die verschiedenen Regionen in der Welt verteilt. Erstaunlich ist, dass gerade Asien/Ozeanien (dank dem Zugpferd China) hier die Liste anführt, denn 44 % des Umsatzes werden dort gemacht. Die zwei größten E-Commerce-Regionen danach sind Nordamerika (26 %) und Europa (22 %).
Fokus: Europa
Sehen wir uns den Onlinehandel 2019 in Europa einmal genauer an.
Laut dem Bericht der Ecommerce Foundation sind 72 % der Europäer auch E-Shopper. Das Land mit den meisten Online-Shoppern ist das Vereinigte Königreich mit 87 %. Deutschland (83 %) und Frankreich (76 %) folgen dicht auf den Fersen. Italien liegt mit 48 % dagegen weit dahinter. Europäische Shopper geben 2019 durchschnittlich 1 715 US-Dollar online aus.
Interessant zu sehen ist auch der Zuwachs an mobilem Shopping in Europa.
Der Trend geht in die Richtung 50 % mobil und 50 % Desktop. In fast allen großen europäischen Ländern tätigen 40 % oder mehr der E-Shopper ihre Käufe auch via mobilen Geräten. Gerade Spanien liegt hier mit 49 % Anteil sehr im Trend. Händler und Brands müssen sich also vergewissern, dass ihr Content auch an mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets angepasst ist. Nichts ist für E-Shopper störender als nicht korrekt angezeigte Shopping-Seiten. Mobile ist in Europa 2019 mindestens genauso wichtig wie Desktop.
E-Commerce in China 2019
China hat 2019 bei einer Bevölkerung von 1,44 Milliarden Menschen eine durchschnittliche Internetdurchdringungsrate von 61 %. 59 % der chinesischen Bevölkerung, die Zugang zum Internet hat, kauft auch online ein.
Der Umsatz im B2C-E-Commerce soll 2019 bei 723 Milliarden US-Dollar liegen.
Der Zuwachs an neuen E-Shoppern in China ist gewaltig, lag der Zuwachs 2008 noch bei 27,59 Millionen E-Shoppern, so waren es 2018 mehr als 76 Millionen. Der Großteil dieser neuen Shopper kauft via mobilen Geräten. China liegt in diesem Bereich beispielsweise weit vor Europa: 65 % greifen entweder zum Smartphone oder zum Tablet beim Shopping. Nur 36 % benutzten noch den Desktop…
Die meistbesuchte E-Commerce-Seite ist
Taobao. Taobao gehört zur Alibaba Gruppe,
die 53,3 % des Marktes kontrolliert. Zweitstärkste Kraft ist JD.com mit 16 %.
E-Commerce in den USA 2019
Bei einer Bevölkerung von 329,44 Millionen zählen die USA 2019 eine Internetdurchdringungsrate von 90 %. Der B2C-E-Commerce-Umsatz soll 2019 auf 547 Milliarden US-Dollar anwachsen. Mehr als 82 % der US-Amerikaner sind E-Shopper. 2019 haben 44,7 % dieser Shopper auch via Smartphones Produkte online bestellt. Diese Zahl soll bis 2024 auf fast 54 % anwachsen und somit mehr als den Desktop ausmachen.
In den USA sehr spezifisch:
Amazon. Der Marktplatz dominiert den E-Commerce-Markt und liegt in vielen Kategorien wie Elektronik oder Handtaschen und Accessoires vorne. Um die Vormachtstellung zu illustrieren:
2018 gaben 80,1 % der befragten US-Amerikaner an, dass wenn sie online nach Geschenken suchen, zuerst bei Amazon anfangen. Walmart folgt an zweiter Stelle mit nur 56,7 %. Folgende Grafik zeigt die Abrufzahlen der größten US-Onlinehändler Anfang 2019, Amazon ist mir großem Abstand vorne: