4 Fragen an Michel Juvillier, Programmverantwortlicher des Lengow Days 2017

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Michel Juvillier ist der Programmverantwortliche des 5. Lengow Days. Er wird das Programm mit einem Fokus auf Cross-Border E-Commerce gemeinsam mit Chris Dawson (Tamebay), André Patrzek (Keller Sports), Guido Ghedin (Cifnews.com), Roger Graell (Mango), Julien-Henri Maurice (BazarChic) und Noelia Ruiz Santacana (La Caixa) zusammenstellen. Lernen Sie den digitalen Experten in unserem heutigen Interview kennen. 

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Michel ist Unternehmensberater im Bereich Marketing-Technologien und Paid Advertising. In seiner 25-jährigen Karriere hat Michel u. a. für Microsoft/MSN und das Nachrichtenmagazin Libération gearbeitet. Seit mittlerweile 10 Jahren berät er Medienunternehmen, Werbetreibende und E-Commerce Player bei ihren Strategien in Bezug auf Data oder Programmatic Advertising.

Das Programm vom 5. Lengow Day wird diesen Sommer veröffentlicht.

1) Erzählst du uns eine Anekdote über deine Erfahrung im E-Commerce?

1989 habe ich Christophe Charle, den Gründer von Cdiscount kennengelernt. Zu dieser Zeit war ich für die MSN Anzeigenumsätze bei Microsoft tätig. Christophe hat mich besonders durch seine feste Entschlossenheit, seine Ideenvielfalt und seine Empathie fasziniert. Natürlich waren nicht nur seine Ideen beeindruckend, sondern auch seine Kunden. 😉

2) Stell dir vor du wärst ein Superheld, welche Supermacht würdest du auswählen, um den globalen E-Commerce einfacher zu gestalten?

Ich würde definitiv die Sprachbarrieren beseitigen. Abgesehen von regulatorischen Aspekten, bin ich davon überzeugt, dass E-Commerce oder auch Commerce im Allgemeinen, besonders auf Vertrauen basiert. Dieses Vertrauen gewinnt man schneller wenn beide Parteien (Verkäufer und Käufer) dieselbe Sprache sprechen. Außerdem verhilft Sprache dabei, akkurater zu handeln, wenn es um die Erwartungen des Kunden geht und den Service anzubieten, der von ihm erwartet wird.

Wenn ich dann noch die Wahl einer zweiten Supermacht hätte, würde ich die kostenfreie Lieferung für Bestellungen auf ausländischen Shops ermöglichen. In einer Umfrage von PayPal (2015) haben 50 Prozent ausgesagt, dass sie Cross-Border shoppen würden, wenn die Lieferung kostenfrei ist, 38 Prozent, wenn Retouren kostenfrei sind und 35 Prozent, wenn die Lieferung schneller wäre.

3) Hast du einen Tipp für Händler und Marken die Cross-Border verkaufen möchten?

Ein erster wichtiger Schritt ist die Marktanalyse von lokalen Handelsbräuchen. Dies kann natürlich über eine Marktstudie passieren, aber auch durch eine ausführliche, ja sogar soziologische Analyse der kulturellen Normen und Besonderheiten des jeweiligen Ziellandes. Mut zu wertschöpfenden Innovationen, zum anders sein und sich von anderen abzusetzen. Dies sind auch wichtige Aspekte. Das kann sich auf die Produkte, Preise oder sogar die Qualität der Services beziehen. Kurz gesagt: Unternehmen müssen sich individuell an die Bedürfnisse ihrer internationalen Kunden anpassen.

Des Weiteren ist die Organisiation der Logistik ein wichtiges Thema für ein multinationales Business, vor allem wenn es um Lagermanagement, Lieferzeiten und den After-Sales Service geht.

Diese und andere Themen werden wir auf dem Lengow Day 2017 diskutieren. 🙂

4) Der Lengow Day für dich in einem Satz

Eine europäische MUST ATTEND Konferenz – inspirierende Talks, ein großer Ideenaustausch und eine Plattform, um innovative E-Commerce Lösungen für den grenzüberschreitenden Verkauf zu entdecken.

Am 11 Oktober kommen wir im Châteauform ‚City George V in Paris zum 5. Lengow Day zusammen. Bleiben Sie informiert auf unserer Website,  auf unserem Blog und auf Twitter (@Lengow_DACH)! Der offizielle Hashtag lautet #LengowDay!

Jetzt meinen Platz sichern

Hier finden Sie den Teaser vom diesjährigen Lengow Day!

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Imke Müller-Wallraf