Social Commerce: So können Sie Ihren Umsatz boosten

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Es ist ganz einfach: Um Ihre Online-Verkäufe zu steigern, müssen Sie dort nach Verbrauchern suchen, wo diese viel Zeit verbringen. Das heißt in sozialen Netzwerken! Und das aus gutem Grund: 78,7 % der Deutschen sind in den sozialen Medien aktiv (mit fast 66 Millionen Nutzern), und Internetnutzer verbringen durchschnittlich 1 Stunde 24 Minuten pro Tag mit diesen Anwendungen (Digital 2021, We are social und Hootsuite). Social-Commerce – oder Social Shopping – ist daher mehr als nur eine Option. Und vor allem, weil die Pandemie weitgehend dazu beigetragen hat, die Verbraucher zum digitalen Einkauf zu drängen. Wird Social Commerce also zu einem wesentlichen Treiber für steigende Umsätze in diesem Bereich?

Die wichtigsten Trends des Social Commerce

Um diese Frage zu beantworten, ist es zunächst notwendig, die Besonderheiten des Social Commerce zu beherrschen und einige der wichtigsten Trends zu erkennen, die sich dort abzeichnen. In diesem Zusammenhang ist eine der bedeutendsten Entwicklungen, die zu berücksichtigen sind, die schrittweise Umwandlung von sozialen Plattformen in echte E-Commerce-Ökosysteme, die die Präsentation und den Verkauf von Produkten fördern.

Wir sprechen nicht nur über die tatsächliche Präsenz von Marken in sozialen Netzwerken – die ist aber immer noch sehr wichtig. Allein in den USA zeigen Daten, dass im Jahr 2021 92 % der Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern Social Media für Marketingzwecke nutzen (gegenüber 86 % im Jahr 2013 – Statista). Der europäische Durchschnitt lag 2017 bei 47 %, jedoch mit erheblichen Unterschieden je nach Land (79 % der isländischen Unternehmen hatten eine Social-Media-Präsenz, verglichen mit 41 % der französischen Unternehmen – Statista). Daher sehen wir, dass sich immer mehr Marken in sozialen Netzwerken niederlassen, um ihre Produktkataloge den Internetnutzern anzubieten, die ihnen folgen.

Überraschend ist jedoch das steigende Interesse der Internetnutzer an Social Commerce. Eine Studie in den USA zeigt, dass 90 % der Nutzer bei den Marken kaufen, denen sie in den sozialen Medien folgen, aber auch, dass sie ihnen gegenüber loyaler sind, da ihre Ausgaben in drei Jahren von 12 % auf 75 % gestiegen sind (Marketingdive.com).

Mit anderen Worten: „Social Shopping“ wird zu einer vollwertigen Verkaufsstelle. Und wenn Sie den Beweis für diesen Trend wollen, hier ist er: Soziale Plattformen selbst bieten zunehmend Funktionen an, die es Marken ermöglichen, ihre Produkte auf diesen Trägern anzubieten (und zu verkaufen).

Funktionen, die Social Shopping fördern

Derzeit können Marken, die planen, ihre Produktkataloge auf Social Media zu verbreiten, eine Vielzahl von Funktionen nutzen. Diese sollen nicht nur Bekanntheit erlangen und ihr Markenimage stärken, sondern auch Konvertierungen erzeugen und ihren Umsatz steigern. Hier sind einige der bemerkenswertesten Beispiele für E-Commerce-Funktionen in sozialen Medien:

  • Dynamische Produktanzeigen auf Facebook oder auf Snapchat, die es ermöglichen, einen Katalog direkt auf dem Werbesystem des sozialen Netzwerks zu betreiben, mit einer ähnlichen Bedienung wie bei Google Shopping.
  • Die „Collection“-Werbung (Facebook Collection), die den Weg von der Entdeckung eines Produkts bis zur Zahlung rationalisiert.
  • Anzeigen mit Produkt-Tags (Instagram Shopping Ads), die Marken die Möglichkeit geben, die Reichweite ihrer bezahlten Publikationen zu maximieren, indem sie die in den Bildern sichtbaren Produkte kennzeichnen. Benutzer können daraufklicken, um zur Produktseite auf der Website des Verkäufers zu gelangen (z. B. für ein Paar Schuhe oder ein Kleid).
  • Die „Links“-Sticker für Instagram Stories, auf die Abonnenten klicken können, um auf die Website der Marke (oder jedes andere gewünschte digitale Medium) zuzugreifen. Diese ersetzen das beliebte „Swipe up“.
  • Die verschiedenen Werbeformate von TikTok (jeweils mit eigenen Besonderheiten: In-Feed Ads, topView Ads, Brand Takeover Ads etc.) oder von Twitter (Promoted Ads, Follow Ads, Twitter Amplify etc.)
  • Live-Shopping, eine Praxis, die Internetnutzern die Möglichkeit bietet, ein Produkt über einen CTA zu kaufen, während sie einem Live-Video folgen, das oft von einem Influencer präsentiert wird (eine Art digitales „Tele-Shopping“). Diese Funktion eignet sich besonders für den Beauty-E-Commerce-Bereich.

Diese Liste ist Bestandteil der Product Ads: Online-Anzeigen, die darauf abzielen, Benutzer auf die Websites der Marken zu leiten. Im Wesentlichen wird das Produkt auf der sozialen Plattform gezeigt, der Kauf läuft jedoch kanalübergreifenden ab, und endet schlussendlich auf der Seite des Händlers.

Doch genau dieser Prozess verändert sich mit der Entwicklung integrierter Einkaufslösungen, dem neuen gelobten Land des Social Shopping. Es ist wichtig, die Möglichkeit zu verstehen, direkt in der App einzukaufen, ohne die E-Commerce-Site der Marke zu durchlaufen. Dies bietet insbesondere Instagram Checkout, eine 2019 eingeführte Zahlungsoption, oder auch Facebook Pay, das künftig Zahlungen auf allen Plattformen des Facebook-Universums ermöglicht. Diese beiden Systeme sind derzeit nur in den Vereinigten Staaten verfügbar, ihre Einführung in Europa sollte jedoch in naher Zukunft erfolgen.

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Marken, die soziale Funktionen voll ausnutzen, um Verkäufe zu tätigen

Diese Entwicklung von sozialen Netzwerken in Richtung E-Commerce ist ein globaler Trend: Die überwiegende Mehrheit der Plattformen ist beteiligt, und diejenigen, die keine speziellen Funktionen entwickeln, haben immer noch eine Werbeagentur, die Produktanzeigen erstellt. Die Lengow-Anwendung ist auch in die meisten dieser Netzwerke integriert (Facebook, Instagram, Pinterest, Snapchat, TikTok usw.).

Was die Unternehmen betrifft, so haben sie das Interesse des Social-Commerce perfekt erfasst. Marken wie Madewell und Burberry (auf Instagram), New Balance (auf Facebook) oder Sephora (mit seinem „Facebook Live Fridays„) nutzen die Social-Shopping-Funktionen dieser Plattformen. Auch sie sind auf der Suche nach neuen Produkten: bereits wenige Wochen nach dem Start von Instagram Checkout benutzten bereits mehr als 80 internationale Marken das Feature, darunter Adidas, H&M, Levi’s, Nike, Prada oder Zara.

Das Interesse dieser Marken an dem Verkauf in sozialen Medien sollte ein ausreichender Indikator für die Bedeutung von Social-Commerce sein. Warum folgen Sie nicht ihrem Beispiel und verteilen Ihren Produktkatalog in sozialen Netzwerken?

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Adrian Gmelch

Adrian Gmelch ist Tech- und E-Commerce-begeistert. Er betreute zunächst große Tech-Unternehmen bei einer internationalen PR-Agentur in Paris, bevor er für die internationale Öffentlichkeitsarbeit bei Lengow tätig wurde.