Status Quo & wichtige Trends im Online-Modemarkt

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Mode ist der größte Online-Markt der Welt. Bekleidung, Accessoires und Schuhe zählten 2020 einen globalen Gesamtwert von 664,5 Milliarden US-Dollar und stellen damit den größten E-Commerce-Sektor der Welt dar. Im Folgenden widmen wir uns den wichtigsten Trends und Entwicklungen der Branche.

Aktuelle Entwicklungen

In den nächsten fünf Jahren wird sich der Jahresumsatz im Online-Modemarkt weltweit voraussichtlich auf eine Billion US-Dollar belaufen. Zwei Hauptfaktoren treiben dieses Wachstum an: die steigende Durchdringungsrate des Online-Modemarkts sowie der steigende Anteil des E-Commerce am Modehandel.

Die Verbindung von Fashion und E-Commerce funktioniert gerade in China besonders gut. Dort lag der Umsatz 2020 bei 284,3 Mrd. $ und war damit höher als der der folgenden vier Länder zusammen (USA, Großbritannien, Japan und Deutschland). Es wird erwartet, dass Chinas Dominanz in Zukunft weiter zunehmen wird.

Der Lockdown im Zusammenhang mit COVID-19 hat eine beschleunigende Wirkung auf den Online-Modemarkt ausgeübt und der Branche eine mehrjährige Entwicklungsphase erspart. Kantar hat in allen Ländern Europas einen Anstieg des digitalen Bereichs der Mode festgestellt, und das unabhängig vom jeweiligen Entwicklungsniveau auf diesem Kanal. In Deutschland erwirtschaftete der Onlinemodehandel 2020 16,5 Mrd. Euro Umsatz und entsprach dabei 25 % des gesamten Modeumsatzes (rund 66 Mrd. Euro). Dieser Anteil soll sich Studien zufolge in den nächsten zehn Jahren verdoppeln.

Kaufverhalten der Verbraucher

Online-Shopping eröffnet Modeekäufern eine neue Welt der Möglichkeiten, und diese wollen sie natürlich auch bestmöglich nutzen. Egal, ob es um die Personalisierung von Artikeln oder die intuitive Benutzeroberfläche auf einem mobilen Gerät geht, Verbraucher werden von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst, die sie dazu bewegen, dem Online-Kauf den Vorzug zu geben.

Heute liegt das Augenmerk vor allem auf Personalisierung, Auswahl, Multichannel, (vertrauensvollen) Kundenrezensionen, akkuraten Produktlistungen und schließlich auf den von Marken vermittelten Werten.

Wichtige Markttrends und Best Practices der Branche

Im E-Commerce im Allgemeinen zeichnen sich wichtige Trends ab, die besonders für den Modemarkt gelten. Dazu gehören:

  • Multichannel: Die besten Onlineshops im Bereich Fashion verkaufen an ihre Kunden auch über Instagram-Shopping-Posts, Facebook-Stores oder Marktplätze wie Zalando, OTTO, Amazon, etc.
  • Präsenz auf Social Media: Wenn Social Media-Kanäle richtig eingesetzt werden (wie z. B. bei D2C-Brands), dann können sie Modemarken zu zusätzlicher Sichtbarkeit verhelfen. Gut gemanagte Social-Media-Accounts fördern das Engagement, geben Einblicke in die Denkweise von Verbrauchern und bauen eine dauerhafte Markentreue auf.
  • Verkauf auf Marktplätzen: Ein Mode-Marktplatz bietet die Möglichkeit, den Produktionsprozess zu rationalisieren. Es kann eine großartige Möglichkeit für Einzelhändler sein, insbesondere für neue Start-Ups oder kleine Unternehmen, ihren Namen bekannt zu machen, während sie gleichzeitig kosteneffektiv sind und die richtige Zielgruppe ansprechen.
  • Steigender Einsatz von Technologie: Es wird erwartet, dass Technologie den Mode-Onlinemarkt 2021 dominieren wird, indem technologische Innovationen immer mehr mit Kundenpräferenzen kombiniert werden. Zu den Schlüsseltechnologien gehören hier künstliche Intelligenz, Chatbots und Augmented Reality.
  • Mehr Nachhaltigkeit und Umweltverantwortung: Durch zirkulären E-Commerce haben Verbraucher die Möglichkeit, ein Produkt wieder in die Lieferkette einzubringen, indem sie es entweder recyceln, vermieten oder weiterverkaufen. Im Jahr 2019 wuchs der Handel mit Second-Hand-Kleidung 21-mal schneller als der traditionelle Onlinemodehandel.

Die nächsten Monate/Jahre werden sowohl für große als auch für kleine Marken eine Herausforderung, und Marktplätze und andere Online-Plattformen können für viele dieser Brands, insbesondere für die neuen, ein echter Rettungsanker sein. Nach der Coronakrise wird die Veränderung der Konsumgewohnheiten und -entscheidungen noch einmal deutlicher werden. Für Marken ist es jetzt an der Zeit, ihre Geschäftsmodelle und ihre Strategien anzupassen, Verhaltensweisen zu studieren und diese zu überdenken – mit dem Fokus auf den Erwartungen ihrer Kunden und vor allem auf den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit.

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Foto: Unsplash

Adrian Gmelch

Adrian Gmelch ist Tech- und E-Commerce-begeistert. Er betreute zunächst große Tech-Unternehmen bei einer internationalen PR-Agentur in Paris, bevor er für die internationale Öffentlichkeitsarbeit bei Lengow tätig wurde.