Wie funktionieren die Vergleichsanzeigen von Google?

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Seit 2017 öffnet Google mit dem Start seines CSS-Programms seine Shopping-Plattform für europäische Preisvergleichsportale. Im März 2019 erweiterte das Internet-Unternehmen sein Angebot und kündigte den Einsatz einer neuen Werbefläche an: den Vergleichsanzeigen (Comparison Listing Ads). Woraus besteht dieses Programm? Wie funktioniert es? Welche Möglichkeiten gibt es für Händler? Im Folgenden wird dieser neue Dienst, der derzeit in der Beta-Version in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden verfügbar ist, genauer vorgestellt.

Vergleichsanzeigen (Comparison Listing Ads (CLA))

Der Shopping-Bereich von Google gewinnt immer mehr an Bedeutung. Neben dem traditionellen Shopping-Anzeigen-Karussell, das auf den allgemeinen Suchergebnisseiten angezeigt wird, verfügt Google seit einigen Monaten über ein neues Format für Shopping-Anzeigen, und zwar einer zweiten Registerkarte mit Preisvergleichsanzeigen.

Dieses neue Format „Comparison Listing Ads“ (CLAs) zielt darauf ab, Preisvergleiche hervorzuheben, aber auch die Produkte von Online-Händlern auf eine neue Art und Weise aus den Suchergebnissen von Google heraus zu bewerben.

Wenn ein Käufer nun bei Google sucht, entdeckt er zwei Ansichts-Arten im Shopping-Bereich:

  • Products („Produkte“), dort erscheinen die Shopping-Anzeigen
  • Comparison Sites („Vergleichswebsites“), dort erscheinen die Vergleichsanzeigen
vergleichsanzeigen_bluse Google

Während „Product Listing Ads“ (PLAs) es Nutzern ermöglichen, auf Bilder und Produktlinks zu klicken ohne dabei sofort auf die Shopsseite weitergeleitet zu werden, um ihren Kauf abzuschließen, zeigen „Comparison Listing Ads“ Usern ganze Produktgruppen a,, die ihrer ursprünglichen Anfrage entsprechen.

Nachdem ein Nutzer die Artikel durchsucht, eine Wahl getroffen hat und auf eine Vergleichsanzeige klickt, wird er auf die Website der Preisvergleichsportale, die am CSS-Partnerprogramm von Google teilnehmen, weitergeleitet.

CLA ermöglicht es Online-Händlern, von einer neuen Quelle für qualifizierten Traffic zu profitieren, der ausschließlich über ein CSS zugänglich ist.  Dies ist eine neue Möglichkeit für Händler, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und neue Kunden zu gewinnen. Netzwerksites der Kelkoo-Gruppe, wie z.B. Kelkoo.fr, LeGuide.com oder Webmarchand.com, sind für den GAV qualifiziert, und wir bieten unseren Händlern bereits diesen neuen qualifizierten Traffic an“, erklärt Cyril Bouskila, Sales Director. Price comparison and CSS Shopping offer. France & Belgium by Kelkoo Group.

Zur Erinnerung: Das CSS-Programm von Google ermöglicht es Preisvergleichsportalen, im Auftrag europäischer Online-Händler Shopping-Anzeigen von Google anzuzeigen. Dieses Programm wurde 2017 von Google beschlossen, nachdem die Europäische Kommission im Juni 2017 ein Urteil wegen Nichteinhaltung der EU-Wettbewerbsregeln gefällt hatte.

Mit Google „Comparison Listing Ads“ geht die Kaufentscheidung von der Suchergebnisseite auf die Partnerseiten des CSS-Programms über. Der in der Beta-Version zugängliche CLAs-Dienst ist derzeit nur für bestimmte von Google ausgewählte CSS-Partner vorgesehen (und in der Lengow Plattform über Vergleichsportale wie LeGuide oder Connexity verfügbar), je nach Größe ihrer Produktdatenbank, aber auch der damit verbundenen Inhalte und Dienste.

Welche Möglichkeiten gibt es für Online-Händler?

Mit diesem neuen Service bietet Google Online-Händlern einen neuen Hebel für Sichtbarkeit, Wachstum und Kundengewinnung. Zusätzlich zur Shopping-Plattform können Händler ihr Angebot nun auch über die Partner-Preisvergleichsportale des CSS-Programms bewerben.

Die Vergleichsanzeigen von Google setzen eine perfekte Customer Journey voraus. Wenn der Kunde auf die Website des CSS-Partners weitergeleitet wird, dann muss diese Website anspruchsvoll gestaltet sein. Connexity hat das etwa mit Shopzilla gemacht und arbeitet stetig daran, den Content der Website zu verbessern. Wenn das Volumen der Impressions und Klicks zunimmt, ist es für Händler wichtig zu berücksichtigen, dass, wenn ein erheblicher Teil der Nutzer nicht mehr auf „Produkte“, sondern auf „Vergleichswebsites“ klickt, das Klickvolumen untergraben wird, das sonst direkt an den Händler gehen würden. Diese sollten also Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und verschiedene CSS testen“, erläutert Jon Lord, VP of Sales bei Connexity.

Das CLA-Angebot bietet somit ein verbessertes Produktsuch- und Einkaufserlebnis für Online-Shopper, je nach ihrem Konsumverhalten.

Wenn Sie Ihre Produkte auf Preisvergleichsportalen verkaufen möchten, fordern Sie einfache eine kostenlose Demo an!

Bild 1: Google
Bild 2: bloofusion

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Adrian Gmelch

Adrian Gmelch ist Tech- und E-Commerce-begeistert. Er betreute zunächst große Tech-Unternehmen bei einer internationalen PR-Agentur in Paris, bevor er für die internationale Öffentlichkeitsarbeit bei Lengow tätig wurde.