Shopping Actions: das E-Commerce-Programm von Google

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An der Schnittstelle zwischen Google Shopping und Marktplätzen angesiedelt zielt das Shopping Actions-Programm von Google darauf ab, Angebot und Nachfrage direkt von der Suchmaschine aus zu bedienen. Derzeit in den USA verfügbar, könnte Google Shopping Actions die bereits bestehenden Befugnisse im E-Commerce-Markt stark verändern.

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Wie funktioniert das Programm Google Shopping Actions genau?

Shopping Actions wurde entwickelt, um insbesondere führenden Marktplätzen wie Amazon im E-Commerce-Bereich entgegenzuwirken. Das Programm soll das Kundenerlebnis erleichtern und verbessern, indem es Verbrauchern ermöglicht, Einkäufe direkt bei Google zu tätigen.

Mit Shopping Actions können Händler ihre Produkte bei verschiedenen Google Services anzeigen: der Suchmaschine (Google Search), dem Sprachassistenten (Google Assistant) oder dem Lieferservice (Google Express).

Über eine Text- (Google-Suche) oder Spracheingabe (Google-Assistent) von einem Mobiltelefon, Computer oder Sprachassistenten aus (Google Home im Falle von Google) greifen Internetnutzer auf eine Liste von Anbietern zu. Sobald sie ihre Auswahl getroffen haben, können sie die ausgewählten Produkte in einen universellen Warenkorb legen, der in Google Express verfügbar ist.

Dem Motto der Einfachheit treubleibend ermöglicht Google E-Shoppern, ihre Einkäufe über ein Sofortzahlsystem via Google Pay abzuschließen. Dafür werden benötigte Zahlungsinformationen automatisch bei Google gespeichert. Die Bestellung wird anschließend von dem Express Service von Google versendet, der die Lieferung abhängig vom Standort des Käufers und dem Geschäft, in dem der Kauf getätigt wurde, vornimmt (die Lieferung kann so von einem Tag bis zu einer Woche dauern).

Google Shopping Actions wird gerade in den USA getestet

Derzeit in der Beta-Version verfügbar, können einige Akteure der Branche gerade von diesem neuen Service profitieren, etwa Target, Walmart oder Home Depot, die bereits über Google Express und Google Assistant mit dem US-Internetdienstleister zusammenarbeiten.

Laut Google haben Handelspartner, die an diesem Programm teilnahmen, die Warenkörbe um durchschnittlich 30 Prozent steigern können. Target zum Beispiel benutzt diesen Service seit sechs Monaten und kann derzeit eine durchschnittliche Steigerung der Warenkorbmenge bei Google Express um 20 Prozent ausmachen.

Um die Loyalität und das Engagement der Kunden zu erhöhen, bietet Google Käufern die Möglichkeit, eine Bestellung mit einem Klick zu erneuern oder personalisierte Empfehlungen zu erhalten.

Was ist das Geschäftsmodell von Google?

Bei Google Shopping Actions wird Google nach Cost per Sale (CPS) und nicht nach Cost per Click (CPC) bezahlt, wie dies bei Google Shopping der Fall ist. Ähnlich wie Marktplätze mit ihren Verkäufern erhält Google eine Provision, die von Händlern für jeden getätigten Verkauf gezahlt wird.

Mit seinem neuen Programm beabsichtigt Google, eine neue Art des Kaufens und Verkaufs einzuführen, ohne dabei das eigene Ökosystem verlassen zu müssen.

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Adrian Gmelch

Adrian Gmelch ist Tech- und E-Commerce-begeistert. Er betreute zunächst große Tech-Unternehmen bei einer internationalen PR-Agentur in Paris, bevor er für die internationale Öffentlichkeitsarbeit bei Lengow tätig wurde.