Neue GTIN-Anforderungen für Google Shopping

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Dieser Artikel wurde am 11.04.2016 aktualisiert.

Vor einigen Monaten haben wir Sie bereits über die bevorstehenden Updates vom Google Shopping Online-Produktinventar informiert. Jetzt gibt es weitere Neuigkeiten in Bezug auf GTINs (Global Trade Item Number). Google hat zusätzliche GTINs für Produkte aus einer Liste von 50 Marken angefordert. Ab dem 16. Mai werden GTINs für alle Produkte erforderlich sein, deren Hersteller eine solche Nummer zugewiesen haben.

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Wenn Sie Google Shopping verwenden, haben Sie höchstwahrscheinlich seit dem 8. Februar Warnmeldungen mit der Aufforderung erhalten, Ihr Produktfeed zu aktualisieren. Im Tab Diagnose im Google Merchant Center werden auf Artikelebene Warnungen für Produkte angezeigt, die diese GTIN-Anforderungen nicht erfüllen. Nutzen Sie diese Warnungen, um Ihre Produktdatenfeeds zu aktualisieren. Falls Sie keine Warnmeldungen erhalten haben, sind Sie nicht von diesen Anforderungen betroffen.

Heute erfahren Sie:

• In welchen Ländern und welche Produktkategorien von diesen neuen Anforderungen betroffen sind
• Die zwei wichtigen Daten rund um die neuen GTIN-Anforderungen:
– 8. Februar 2016:  Beginn der Warnmeldungen. Wenn Sie auf Google Shopping verkaufen, werden Sie bereits Meldungen von Google Shopping erhalten haben mit der Aufforderung ihr Produktdatenfeed zu aktualisieren
– 16. Mai 2016: Die Umsetzung beginnt. Im Tab Diagnose werden auf Artikelebene abgelehnte Produkte angezeigt, die die Anforderungen nicht erfüllen. Nach diesem Datum müssen Sie die GTIN-Anforderungen erfüllen, um Werbeanzeigen für Ihre Produkte zu schalten.

Lesen Sie weiter, wenn Sie mehr über die neuen Anforderungen erfahren möchten und lernen möchten, wie Sie Ihre Google-Shopping Kampagnen verbessern können.

Was ist ein GTIN-Code?

Der GTIN-Code befindet sich gleich unter dem Barcode auf der Verpackung. Der GTIN-Code (Global Trade Item Number) ist eine eindeutige Produktbezeichnung, welcher ermöglicht, wichtige Produktinformationen in einer Datenbank zu recherchieren. Die Eindeutigkeit dieser Produktkennung hilft außerdem dabei, Produkte im Cross-Border-Handel leichter zu identifizieren.

Abhängig von dem Produkttyp und dem Land, in dem das Produkt verkauft wird, ist der Code in den folgenden Formaten gängig:

UPC (Universal Product Code): 12-stelliger Code für Nordamerika
EAN (European Article Number): 13-stelliger Code für Europa
JAN (Japanese Article Number): 8-stelliger oder 13-stelliger Code für Japan
ISBN (International Standard Book Number): 10-stelliger oder 13-stelliger Code für Bücher
ITF – 14 (für Multipacks/GTIN 14): 14-stelliger Code

Falls Ihr Produkt keinen GTIN-Code hat, gibt es verschiedene Wege, wie Sie danach suchen können. Verwenden Sie eine Suchmaschine wie zum Beispiel Index UPC oder besuchen Sie www.google.com/shopping um die jeweilige Produktseite aufzurufen.

GTIN-Codes ab dem 16. Mai 2016 verpflichtend

Die neuen GTIN-Anforderungen werden ab dem 16. Mai 2016 verpflichtend. Nach diesem Datum müssen Sie die GTIN-Anforderungen erfüllen, um Werbeanzeigen für Ihre Produkte zu schalten. Wenn Sie diese Informationen nicht angeben, riskieren Sie, dass Ihre Produkte von Ihrem Feed entfernt werden. Einige Onlinehändler haben zuvor in das GTIN-Feld die ‚Kennzeichnung existiert‘ [identifier_exists] mit dem Wert „FALSE“ eingetragen. Ab dem 16. Mai wird diese Option nicht mehr zur Verfügung stehen. Sie müssen Ihren Marken-Produktidentifikator angeben und wir empfehlen außerdem, Ihre Herstellerteilenummer (engl.: MPN=Manufacturer Part Number) hinzuzufügen.

Welche Produkte und Länder sind betroffen?

Alle neuwertigen Markenartikel und Handelswaren sind von diesen neuen Anforderungen betroffen. Falls Sie Ihre Produkte ohne GTIN-Codes verkaufen, wird Sie diese neue Bestimmungen wahrscheinlich nicht betreffen, weil es bestimmte Ausnahmen gibt: gebrauchte (Second-Hand) Produkte, handgearbeitete Produkte, Spezialanfertigungen, Einzelanfertigungen und verderbliche Produkte. Falls Ihre Produkte in diese Kategorien fallen, können Sie ohne Weiteres den Wert „false“ in Ihr Google Shopping-Feed für das Attribut ‚Kennzeichnung existiert‘ [identifier exists] verwenden. Damit kennzeichnen Sie, dass kein Produktcode für das jeweilige Produkt existiert.

Diese neue Regelung betrifft Konten in den folgenden Ländern:

Australien, Brasilien, Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Niederlande, Spanien, Schweiz, Großbritannien und die USA.

Beachten Sie: Dieses Update wird für Feeds mit Zielgruppen aus den folgenden Ländern empfohlen: Belgien, Kanada, Indien, Mexiko, Norwegen, Polen, Russland, Schweden, Türkei und Österreich. Falls Ihre Produkte die unten genannten Anforderungen nicht erfüllen, informieren Sie sich weiter auf Googles Support-Seite..

Was bedeutet das Update für Ihre Google-Shopping Kampagnen?

Dieses Update dient Google dazu, Produkte in Zukunft einfacher zu identifizieren, sodass sie besser und schneller den entsprechenden Kategorien zugeordnet werden können. Das wird vor allem die Sichtbarkeit Ihrer Shopping-Kampagnen und Werbeanzeigen verbessern und natürlich auch Ihre Abverkaufszahlen boosten. Der GTIN-Code verhilft Google außerdem dabei, Preise zwischen einzelnen Händlern besser zu vergleichen und Duplizierungen zu verhindern.

Laut Google wird dieser eindeutige Code Ihnen dabei helfen, Ihre Google Shopping Werbeeinblendungen um 40 % zu steigern und es wird im Durchschnitt zu einer 20 % Steigerung Ihrer Konversionsrate führen.

Das ist allerdings noch nicht alles. Die verpflichtende Integration der GTIN-Codes unterstützt auch dabei, neue Google Werbeformate zu testen: mehrere Händler können mithilfe einer Produkt-Werbeanzeige miteinander im Wettbewerb stehen (siehe Bild).

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Letztendlich werden Ihnen die GTIN-Codes Zugang zu anderen Dienstleistungen von Google ermöglichen: Network Display, You Tube-Videos u. v. a.

Aktualisieren Sie Ihre GTIN-Codes mit Lengow

Wenn Sie bereits ein Google Shopping Feed bei Lengow haben und Sie von dieser Änderung betroffen sind, stellen Sie sicher, dass Sie die GTIN-Angabe bis zum 16. Mai hinzufügen.

Falls Sie Produkte verkaufen, die keinen GTIN Code haben:

• Recherchieren Sie innerhalb Ihres Unternehmens (Logistik, Merchandising) oder fragen Sie direkt bei dem Hersteller nach.

• Falls notwendig, kontaktieren Sie zeitnah Google oder entfernen Sie Produkte aus Ihrem Google Feed und ersetzen Sie diese mit folgender automatischen Regel: Wenn mein GTIN-Feld leer ist, wird das Feld „false“. Letztendlich sollten Sie sicher stellen, dass das Marken-Feld für No-Name-Produkte leer bleibt.

Wenn Sie kein Lengow-Kunde sind, fragen Sie nach einer kostenfreien Demo.

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Imke Müller-Wallraf