Whitepaper: Strategien für Luxusmarken im E-Commerce

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Es ist kein Geheimnis, dass Luxusmarken sich ursprünglich zurückhaltend in Bezug auf den Onlinehandel verhalten haben. Das liegt daran, dass Luxusunternehmen sehr um ihr sorgfältig gepflegtes Markenimage und ihren Ruf besorgt sind und einen großen Wert auf Exklusivität legen. Allerdings hat sich die Zahl der Online-Käufe von Luxuswaren  seit 2014 vervierfacht. Wir haben ein praktisches Whitepaper für Online-Händler und Marken zusammengestellt.

luxury photo

Digital – ja oder nein?

Digitalisierung und E-Commerce war lange kein Thema für Luxusmarken. Das lag größtenteils daran, dass das exklusive In-Store Shoppingerlebnis nicht auf die Onlinewelt übertragbar war. Luxus-Shopper sind sehr anspruchsvoll und erwarten einen Premium-Service in Bezug auf die Beratung, das Ambiente und das gesamte Einkaufserlebnis. Das waren u. a. auch die Gründe, warum Marken sich lange auf keine digitale Strategie konzentriert haben. Mittlerweile hat sich aber herausgestellt, dass es immer mehr digitale Luxus-Online-Shopper gibt und sich hinter dem Onlineverkauf von Luxusartikeln ein großes Potenzial verbirgt. 

Digitale Strategien für Luxusmarken

2016 hat die Luxusindustrie bereits 19 Milliarden Euro im Onlinehandel erwirtschaftet – Tendenz steigend. Hier spielt das Wachstum von Mobile Commerce und Social Media eine entscheidende Rolle, denn immer mehr Marken verwenden soziale Netzwerke für Werbezwecke. Bereits 74 Prozent der Online Shopper verwenden soziale Plattformen, bevor sie sich für einen Kauf entscheiden. Laut einem kürzlich veröffentlichten Report von McKinsey and Company wird der Anteil an Online-Luxusverkäufen von 6 Prozent auf 12 Prozent bis 2020 steigen. Bis 2025 soll der Anteil an Online-Luxuskäufen sogar auf 18 Prozent steigen, das heißt einen jährlichen Umsatz von 70 Milliarden Euro erwirtschaften.

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Morin Oluwole, Head of Luxury bei Facebook über das Verhalten von Luxus Shoppern auf Social Media Kanälen:

Der Normalverbraucher loggt sich 10 x am Tag in sein Social Media-Konto ein, der Luxus-Verbraucher hingegen 20 x.

Diese Fakten können Luxusmarken in ihrer Strategie nicht mehr ignorieren. Laut einer Studie von McKinsey investieren viele Marken nicht genug in E-Commerce Kanäle. Es besteht ein großes Potenzial seine Markenbekanntheit mithilfe von sozialen Kanälen wie Facebook, Instagram und Snapchat zu steigern.

Was machen Luxusmarken konkret?

Gucci

Gucci ist laut  L2’s Digital IQ Fashion Index nicht nur die meistgefragte Luxusmarke, sondern auch ein Vorreiter, wenn es um digitale Strategien geht. Im März 2016 hat Gucci einen neuen virtuellen Store in Europa veröffentlicht (nach dem erfolgreichen Launch in Kanada und den Vereinigten Staaten im Oktober 2015). Dieser virtuelle Store soll Verbrauchern ein In-Store ähnelndes Shoppingerlebnis ermöglichen, mithilfe von Video, Fotos und einem integrierten Live Twitter-Feed. Laut L2 Index hat Gucci seine Instagram Posts im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt und die Interaktionen von 3 auf 6 Prozent steigern können. 

Gucci

Burberry

Burberry hat eine neue Methode entwickelt –  mit „See now, Buy now” können sich Besucher die neuesten Kollektionen die bei einem Catwalk getragen werden, direkt bestellen. Mit dieser Strategie konnte die Marke beeindruckende 15 Millionen Besucher auf ihren Social Media Plattformen erreichen und deutlich mehr Umsatz erzielen. Burberry war eine der ersten Luxusmarken, die Live Streaming für Runway Shows und Apple Pay für ein schnelles und sicheres Payment angeboten hat.

Burberry Image

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Photoquellen : pexels.com burberry.comgucci.com, lengow.com

Imke Müller-Wallraf