Wie verändert Augmented Reality unsere Art zu konsumieren?

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Ein Großteil der Aufmerksamkeit gilt in den letzten Jahren der Virtual Reality (VR), aber da die Technologie besser wird, möchte die Augmented Reality (AR) in Zukunft im Mittelpunkt des Interesses stehen. Werfen wir einen Blick darauf, wie sich dies auf die E-Commerce-Branche auswirken wird.

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Tim Cook selbst sagte: „Wir glauben, dass Augmented Reality die Art, wie wir Technologie verwenden, für immer verändern wird.“ Dies macht deutlich, wie die großen Köpfe in der Welt der Technologie auf solche Technologien setzen. Während Virtual Reality-Headsets in den letzten Weihnachtssaisons populär waren, scheint es, als ob sich jetzt alle in Richtung AR wenden.

Die meisten Leute lernen die Augmented-Reality-Technologie über Filter in Snapchat oder dem äußerst beliebten Pokemon Go kennen. Obwohl es viele zu dieser Zeit noch nicht realisiert haben, ist dies die Augmented Reality, nämlich das Platzieren eines virtuellen Bilds über auf die Realität mit Hilfe eines Geräts wie einem Smartphone oder Tablet. Die Verwendung von Augmented Reality ist jetzt viel weiter fortgeschritten und erstreckt sich über die Welt der Unterhaltung hinaus auf pragmatischere Bereiche.

Augmented Reality im Einzelhandel

Laut einer Studie von TechProStudy planen 30% der Unternehmen, Augmented Reality in den nächsten 3 Jahren einzuführen. Und viele haben bereits damit begonnen. Ikea machte im vergangenen Jahr Schlagzeilen, als ihre App, Ikea Place, eine der ersten war, die die ARkit-Technologie von Apple in ihre Möbel-App integrierte. So können die Benutzer sehen, wie ein bestimmtes Möbelstück in ihrem eigenen Raum aussehen würde, bevor sie es kaufen.

Seit Ikea den Anfang gemacht hat, sind viele Apps diesem Beispiel gefolgt. Amazon lässt seine Benutzer entdecken, wie Haushaltsgegenstände in ihren Wohnungen aussehen würden, und mit der Dulux App können Käufer verschiedene Farben an ihren Wänden ausprobieren, ohne ein einziges Farbmuster zu verwenden. Darüber hinaus hat Lowe’s mit „Measured by Lowe’s“ die Möglichkeit geschaffen, Räume ohne Zollstock zu messen. Diese App zeigt, wie Augmented Reality tatsächlich physische Werkzeuge ersetzen kann, die seit Jahrhunderten verwendet werden – ein Blick auf die mögliche zukünftige Revolution.

Aber Augmented Reality dringt nicht nur in die Wohnwelt vor. Auch Beauty-Apps wie Sephora und L’Oreal profitieren von der neuen Technologie. Ähnlich wie Möbel waren Beautyartikel bekanntlich schwer online zu verkaufen. Die Leute möchten durch Ausprobieren im Geschäft sicherstellen, dass die Produkte gut aussehen. Mit Augmented Reality ist dies jedoch kein Problem mehr. Käufer können Lippenstifte und Lidschatten in verschiedenen Nuancen ausprobieren und sehen, was ihnen gut steht, ohne das Haus verlassen zu müssen.

Der Einsatz von Augmented Reality löst das Problem, mit dem Einzelhändler seit einigen Jahren konfrontiert sind: Kunden betreiben Webrooming, d.h. sie recherchieren im Internet und kaufen dann im Laden. Der Grund war, dass sie sich vergewissern wollten, dass Größe und Farbe in ihren Raum passten. Die Folge war ein hoher Internetverkehr, aber niedrige Verkaufsmengen. Mit der Einführung von Augmented Reality auf dem Smartphone dank ARcore von Google und ARkit von Apple geht der mobile Einkauf über das hinaus, was ein Kunde bei einem Einkauf im Laden erleben kann. So können Kunden die Artikel, die sie kaufen möchten, in ihren eigenen vier Wänden sehen, bevor sie überhaupt bestellen.

 

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Maud Leuenberger

Editorial Project Leader @lengow