Vom physischen Einzelhandel zum Online-Verkauf: einfacher Einstieg mit Marktplätzen und Social Media

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Nach der sanitären Krise, die wir gerade erlebt haben, möchten viele physische Einzelhändler ihr Online-Business weiterentwickeln, um (ergänzende) Lösungen zu finden, ihre Produkte dort zu verkaufen, wo ihre Kunden sind. Dadurch können Sie die Auswirkungen von solchen Krisensituation auf Ihr Geschäft verringern oder sogar gestärkt daraus hervorgehen. Gerade Online-Marktplätze und Social Media können hier eine gute Lösung sein.

Ein günstiger Kontext für den Übergang zum Online-Handel

Kürzlich haben uns einige Händler und Marken nach Möglichkeiten gefragt, die Auswirkungen der Krise auf ihr Unternehmen zu verringern, sich auf eine Erholung vorzubereiten und die Umsetzung neuer Wachstumshebel zu beschleunigen.

Tatsächlich wird laut Forrester aufgrund der Covid-19-Pandemie erwartet, dass der Offline-Einzelhandel weltweit um 20 % zurückgehen wird, während der Online-Handel stabil bleiben soll. Dem Bericht zufolge werden Einzelhandelsumsätze im Jahr 2020 weltweit um durchschnittlich 9,6 % zurückgehen, verglichen mit der Prognose von Forrester aus der Zeit vor dem Coronavirus, was einem Verlust von 1,8 Billionen US-Dollar entspricht.

Online hingegen sind die Signale ziemlich gut. Laut Content Square stieg der Online-Traffic Anfang Juni um 30 % gegenüber der Zeit vor  Covid-19 (Januar-Februar 2020). Die Online-Transaktionen nahmen im gleichen Zeitraum um 40 % zu.

In diesem schwierigen Kontext haben sich Marktplätze besonders gut entwickelt und werden dies auch weiterhin tun. Zugriffszahlen und Konversionsraten waren im März und April auf diesen Plattformen eindeutig höher (interne Zahlen).

Marktplätze ideal für den schnellen Einstieg in den Online-Handel

Laut Forrester werden Marktplätze bis Ende 2020 66 % der E-Commerce-Verkäufe ausmachen, sei es durch generalistische Plattformen wie Amazon und eBay oder durch Spezialisten wie Zalando oder La Redoute.

Heute steht das Potenzial der Online-Marktplätze für Händler nicht mehr in Frage:

  • Die Produkte werden auf stark besuchten Plattformen sichtbar, die von vielen Verbrauchern bereits als vertrauenswürdige Vermittler angesehen werden.
  • Händler diversifizieren ihre Einkommensquellen.
  • Händler erreichen eine neue Zielgruppe, die nicht mit den Vertriebskanälen interagiert, auf denen Ihre Produkte bereits erhältlich sind.
  • Der Zeitaufwand sowie die finanziellen und personellen Investitionen für den Start sind im Vergleich zu anderen Projekten (Akquisition, Einführung eines CRM, Ladenmanagement…) relativ gering.
  • Marktplätze bieten wichtige Perspektiven für eine rasche, wenn nicht gar sofortige internationale Entwicklung.
  • Marken erlangen die Kontrolle über das Image zurück, können schlechte Produktblätter vermeiden und durch diesen Direct to Consumer-Ansatz mehr Informationen über Ihre Kunden sammeln.
  • Marktplätze erlauben auch sehr gut, übergeblieben Bestand leichter zu verkaufen etc.

Wählen Sie die am einfachsten zu integrierenden und effizientesten Marktplätze für Ihr Unternehmen.

Bevor Sie jedoch beginnen, ist es entscheidend, die Marktplätze auszuwählen, auf denen Sie Ihre Produkte auch am besten verkaufen können.

Diese Wahl muss entsprechend Ihrem Sektor und den Ländern getroffen werden, in denen Sie Ihren Katalog vertreiben möchten, aber auch unter Berücksichtigung der Erwartungen und Anforderungen jedes dieser Online-Marktplätze. Um Ihnen zu helfen, werfen Sie einen Blick auf die Marktplatz-Suchfunktion von Lengow, um einen globalen Überblick über den Markt zu erhalten.

Fragen, die Händler diesbezüglich am häufigsten stellen, sind:

  • Muss ich einen Online-Shop für den Verkauf auf Marktplätzen haben? Nein
  • Muss ich die jeweiligen Besonderheiten der Marktplätze im Vorfeld verwalten? Nicht, wenn Sie einen Feed-Manager benutzen.
  • Kann ich entscheiden, welche Produkte/Preise und welchen Lagerbestand ich an jeden Marktplatz schicke? Ja.
  • Kann ich alle meine Bestellungen von verschiedenen Marktplätzen zentralisiert inhaltlich verwalten? Ja, mit einem Feed-Manager.

Mit Social Media online Sichtbarkeit und Umsatz steigern

Ihre Produkte auf verschiedenen Social-Media-Kanälen zu präsentieren ist auch eine gute Art und Weise schnell online aktiv zu werden. Auch hier sind die technischen, finanziellen und personellen Investitionen und Vorraussetzungen übersichtlich. Man sollte nie vergessen, dass 90 % der Online-Shopper ebenfalls in sozialen Netzwerken unterwegs sind.

Als Händler oder Marke sollte man auf Kanälen wie Instagram, Facebook, Snapchat, Twitter, Pinterest oder Tiktok präsent sein. Diese Kanäle öffnen sich der Welt des E-Commerce immer weiter und geben interessante Möglichkeiten, potenzielle neue Chopper zu erreichen.

Instagram hat beispielsweise mehr als 1 Milliarde aktive Nutzer pro Monat, und 72 % von ihnen geben an, ein Produkt gekauft zu haben, nachdem sie es in der App gesehen haben. Auch Pinterest ist hier sehr interessant für Händler: Mehr als 90 % der wöchentlichen Nutzer verwenden dieses Netzwerk, um einen Kauf zu planen, und mehr als die Hälfte aller Nutzer suchen explizit nach Produkten. Jeder zweite Pinterest-Nutzer hat einen Kauf getätigt, nachdem er auf einen gesponserten Pin („Promoted Pins“) geklickt hat.

Es ist daher unerlässlich, dass Händler und Marken auf diesen sozialen Medien präsent sind, um ein eigenes Publikum aufzubauen und so den Absatz der Produkte zu fördern.

Adrian Gmelch

Adrian Gmelch ist Tech- und E-Commerce-begeistert. Er betreute zunächst große Tech-Unternehmen bei einer internationalen PR-Agentur in Paris, bevor er für die internationale Öffentlichkeitsarbeit bei Lengow tätig wurde.