Marktplätze: unumgänglich für die Internationalisierung?

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Das E-Commerce-Ökosystem kennt keine Grenzen. Innerhalb der EU verzeichnen Einzelhändler Rekorde bei Cross-Border Online-Verkäufen, ein Wachstum, das von Marktplätzen angetrieben wird, die 58 % des gesamten in Europa durch E-Commerce erwirtschafteten Umsatzes ausmachen. Diese digitalen Marktplätze – Amazon, eBay, Zalando und Co. – stellen somit unverzichtbare Portale zu ausländischen Märkten dar. Sie sind bei (lokalen und internationalen) Verbrauchern sehr beliebt und bieten darüber hinaus konkrete Vorteile für Verkäufer, die exportieren und neue europäische Märkte erobern möchten. Eine Übersicht.

E-Commerce Cross-Border Verkäufe sprengen in Europa alle Zähler

Der europäische Cross-Border E-Commerce-Markt erwirtschaftete im Jahr 2020 einen Gesamtumsatz von fast 200 Milliarden Euro (ohne Reisen) von insgesamt etwa 500 Milliarden Euro, wovon 115 Milliarden Euro auf Marktplätze entfielen (58 % des Gesamtumsatzes). Allein Amazon und eBay machen mit 44,3 bzw. 22,8 Milliarden Euro mehr als die Hälfte des Marktes des europäischen E-Commerce auf Marktplätzen aus.

Die Gesundheit des E-Commerce-Cross-Borders hängt mitunter mit der gesundheitlichen Situation zusammen. So stieg die Zahl der Online-Käufer im Jahr 2020 schneller als in den vier Jahren zuvor: 71% der europäischen Verbraucher haben einen oder mehrere Einkäufe im Internet getätigt, 2019 waren es 66%. Das ist günstig für Marktplätze, da diese in Europa seit Beginn der Pandemie ein Wachstum von 37,5 % verzeichnen konnten. Weltweit findet mittlerweile jeder zweite Onlineverkauf über einen Marktplatz statt.

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Marktplätze als Hebel zur Eroberung des E-Commerce in Europa

Diese Zahlen zeigen zwei Dinge: Erstens, dass der E-Commerce in Europa schnell wächst und dass Cross-Border Verkäufe einen immer größeren Anteil der getätigten Transaktionen ausmachen. Zweitens, dass der Erfolg des Cross-Border-E-Commerce von den Marktplätzen getragen wird. In der Tat sind diese zu Eroberungshebeln für Verkäufer geworden, die neue Märkte im Ausland anvisieren wollen. Mehrere Vorteile machen sie zu echten Sprungbrettern für den Export:

  • Marktplätze sind in ganz Europa äußerst beliebt. Die Zahlen sprechen für sich : Amazon verzeichnet fast 1 Milliarde monatliche Einzelbesucher pro Monat, eBay 366 Millionen, Allegro 184 Millionen, Wildberries 150 Millionen und Zalando 127 Millionen. Diese Popularität verleiht ihnen eine hohe Sichtbarkeit in den Suchmaschinen.
  • Sie sind ideal, um neue Märkte zu testen ohne Risiken einzugehen, da die E-Commerce-Anbieter keinen Online-Shop einrichten müssen und sich auf die internen Logistikangebote der Plattformen verlassen können.
  • Schließlich fördern Marktplätze die Entwicklung des E-Commerce in Europa durch angepasste Funktionen: Produktzuordnungen mittels EAN-Code (European Article Number), der die automatische Wiedergabe von Produktreferenzen ermöglicht, Lagerung in lokalen Lagern und nationale und internationale Lieferdienste etc. Wer eine weitreichende Präsenz in Europa hat (mit eigenen Websites für verschiedene Länder), bietet an, die Produktkataloge in den Zielländern zu duplizieren, sie zu übersetzen und zu lokalisieren (z. B. um lokale Währungen und Größen zu berücksichtigen).

Die Nutzung von Marktplätzen für den E-Commerce in Europa ist jedoch nur möglich, wenn Sie Ihren Produktfeed für ausländische Marktplätze optimieren, egal ob lokal oder international. Sie müssen länderspezifische Anforderungen in Bezug auf Sprachen und Währungen, aber auch Kategorien und Attribute berücksichtigen und dafür von einem Tool zur schnellen Formatierung von Produkten profitieren – so wie von Lengow, einer einzigartigen Plattform zur Organisation Ihrer Verkäufe auf internationalen Marktplätzen. Ziel ist es, Verbrauchern in allen Ländern ein ähnliches Online-Einkaufserlebnis zu bieten, wie wenn sie vor Ort einkaufen würden.

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Die Wahl der richtigen Marktplätze für Ihre Cross-Border-E-Commerce-Strategie in Europa

Es ist mittlerweile klar, dass eine Cross-Border-E-Commerce-Strategie Marktplätze als Hebel einsetzen muss, aber ebenso muss man verstehen, dass die Wahl der Plattformen, auf denen man seine Produkte verkauft, von entscheidender Bedeutung ist. Werden Sie den E-Commerce in Europa mittels einer internationalen Amazon-Plattform erobern ? Oder konzentrieren Sie sich eher auf nationale Marktplätze?

Eine Zwei-Stufen-Strategie kann sinnvoll sein, um sich auf einem ausländischen Markt zu bewähren. Sie besteht darin, gleichzeitig die Popularität internationaler Marktplätze und das Potenzial führender nationaler Plattformen zu nutzen.

Internationale Marktplätze

Die internationalen Akteure sind wohlbekannt, insbesondere Amazon, das auf europäischer Ebene den ersten Platz einnimmt und über eine große Schlagkraft verfügt, die aus mehreren vollständig lokalisierten Plattformen – u.a. in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien – besteht und die Möglichkeit bietet, überall in der EU zu liefern. Dasselbe gilt für eBay.

Diese beiden Marktplätze haben den Vorteil, dass sie generalistisch sind, also für alle Produkte offen sind. Sie können jedoch spezialisierte Marktplätze in Ihre Cross-Border-E-Commerce-Strategie einbeziehen, z. B. Zalando oder Spartoo für Mode,  ManoMano für Heimwerkerbedarf oder Decathlon für Sportausrüstung.

Nationale Marktplätze

Darüber hinaus gibt es in vielen europäischen Ländern (oder Sprachräumen) nationale Akteure mit einem hohen Bekanntheitsgrad : Fruugo oder OnBuy im Vereinigten Königreich, Allegro in Polen (4 Milliarden Euro Jahresumsatz), Bol.com auf den niederländischen Märkten (Niederlande und Belgien), Wildberries und Ozon in Russland oder Kaufland.de, OTTO, Manor und Ricardo in den deutschsprachigen Ländern (Deutschland, Österreich und Schweiz).

In Frankreich  gibt es mehrere beliebte nationale Marktplätze, sowohl allgemeine als auch spezialisierte. Zwar steht Cdiscount mit seinen 50 Millionen monatlichen Besuchern (mit Abstand) an erster Stelle, doch dürfen auch Fnac, La Redoute oder Rakuten nicht vernachlässigt werden.

Fazit

Die richtige Wahl der Marktplätze zu treffen, ist daher entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung Ihrer E-Commerce-Strategie in Europa. Aber das ist noch nicht alles : Sie müssen auch die Zielmärkte untersuchen, sich über die Kosten der einzelnen Marktplätze informieren, sich einen Überblick über die länderspezifischen Beschränkungen und die einzuhaltenden Zollformalitäten verschaffen, sich über das richtige Format für die Adressierung der Pakete erkundigen, die Logistik vorbereiten und seriöse Transportunternehmen auswählen, eine kohärente Preisstrategie festlegen… All das sind komplexe Parameter, die es zu berücksichtigen gilt.

Aber keine Sorge: Lengow ist Ihr starker Verbündeter bei der Eroberung der europäischen Märkte dank der Marktplätze!

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Adrian Gmelch

Adrian Gmelch ist Tech- und E-Commerce-begeistert. Er betreute zunächst große Tech-Unternehmen bei einer internationalen PR-Agentur in Paris, bevor er für die internationale Öffentlichkeitsarbeit bei Lengow tätig wurde.

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